Probleme bei Sanierung der Flatow-Halle
WANGEN: Die Erneuerung des mangelhaften Bodenbelags zwingt Vereine und Schulen in andere Hallen auszuweichen
(jps) - Wegen Terminproblemen der beauftragten Firma wird sich der Abschluss der Bodensanierung in der Flatow-Halle aller Vorraussicht nach noch bis nächste Woche hinziehen. Eine laut Stuttgarter Sportamt „unglückliche Situation“, unter der neben den Handballern der HSG Oberer Neckar auch weitere Vereine und Schulen zu leiden haben.
Eigentlich sollten die Sanierungsmaßnahmen längst abgeschlossen sein, die Sporthalle wieder in vollem Umfang genutzt werden. Doch noch sind die Türen verschlossen, im Vorraum stapeln sich die Arbeitsmaterialien. Die Vereine und Schulen haben Training und Unterricht notgedrungen in andere Sportstätten verlegt. Wann genau die Nutzung wieder aufgenommen werden kann, ist noch nicht abzusehen.
Bereits vor eineinhalb Jahren wurde der Hallenboden erneuert. Mangelhaft jedoch, wie sich im Laufe der Zeit herausstellte. Der Belag warf Blasen und war nicht mehr sicher bespielbar. Daraufhin entschied man sich beim Sportamt erneut sanieren zu lassen. „Um die Sicherheit zu gewährleisten“, wie Regina Lees erklärt. Terminiert waren die neuerlichen Arbeiten auf die Winterpause, um den Betrieb nicht zu stören. Doch durch Verzögerungen seitens der beauftragten Firma ist gerade dieser Fall jetzt eingetreten.
Vereine und Schulen mussten sich nach Alternativen umsehen. Ein schwieriges Unterfangen, da gerade in den Wintermonaten die Kapazitäten nahezu ausgeschöpft sind. Die Handballer der HSG Oberer Neckar, ihrer Heimstätte beraubt, trainieren nun unter eingeschränkten Bedingungen in anderen Hallen. Zwar begann die Rückrunde für die Herren- und Frauenmannschaften jeweils mit Auswärtsspielen, doch schon am Wochenende stehen die ersten drei Heimpartien an. Diese müssen jetzt in der Sporthalle des Zeppelin-Gymnasiums im Stuttgarter Osten ausgetragen werden. Bei der HSG ist man nicht gerade begeistert von dieser Situation: „Wir hätten schon gern mal wieder ein Heimspiel“, sagt deren erster Vorsitzender Marko Baisch.
Auch die Schüler der Wangener Wilhelmsschule müssen sich weiterhin in Geduld üben. Auch dort ist man momentan auf Alternativen angewiesen. Der Sportunterricht könne unter den gegebenen Umständen „nur sehr eingeschränkt“ durchgeführt werden, erklärt der stellvertretende Schulleiter Thilo Habermann. Deshalb muss man bis zum Ende der Sanierungsarbeiten entweder in der eigenen Halle enger zusammenrücken, oder die Stunden anderweitig nutzen. Unterrichtsausfälle seien aber laut Habermann bislang keine zu beklagen.
Beim Sportamt hofft man auf einen schnellen Abschluss der Sanierung. Aber - die Arbeiten ruhen zur Zeit schon wieder. Der Grund: Zwar ist die Aufbereitung des Bodens abgeschlossen, was fehlt, ist aber noch das Linoleum. Es wird zur Versiegelung benötigt und soll noch in diesen Tagen angeliefert werden. Das hoffen auch die Handballer der HSG Oberer Neckar.



